Unsere Tipps und Tricks bei einem Wasserschaden

Im Verlauf unserer Geschäftstätigkeit haben unsere Kunden viele Fragen rund um das Thema Wasserschaden an uns gerichtet. Hier möchten wir Sie über die häufigsten Fragen informieren, damit Sie im Falle eines Wasserschadens keinen Fehler machen und diesen möglichst ohne bleibende Beschädigungen des Bauwerks meistern können. Wenn Sie einen Wasserschaden in Hamburg, Lübeck oder Kiel haben, können Sie uns gerne kontaktieren. Wir können Ihnen entweder direkt weiterhelfen oder Sie nach einer ersten Beratung direkt an unsere leistungsstarken Partner zur Schadenssanierung weiterleiten.

Unterbrechen Sie schnellstmöglich die Stromversorgung (Hauptsicherung!)

Achtung Lebensgefahr: Achten Sie auf mögliche Gesundheitsgefahren durch stromführende Wasserbereiche.

Häufige Fragen bei einem Wasserschaden

Ursachen für einen Wasserschaden

Ein Wasserschaden kann vielfältige Ursachen haben. Denkbar ist zum Beispiel ein geplatztes Wasserrohr, ein Unwetter wie zum Beispiel Starkregen und Gewitter oder einen über die Ufer treten das Gewässer. Auch eine undichte Waschmaschine kann ein Grund für einen Wasserschaden sein.

Wasserschäden gehören oft zu den kostspieligsten und leider auch häufigsten Schäden in einem Haus. Auf jeden Fall sollten Wasserschäden niemals unterschätzt werden, denn wenn sie nicht rechtzeitig behoben und fachgerecht beseitigt werden, kann es durch mögliche Folgeschäden erst richtig teuer werden.

Wenn der Wasserschaden bereits eingetreten ist, sollten Sie schnell handeln, um schwerere Schäden zu vermeiden. Unser ausführlicher Ratgeber bei Wasserschaden hilft Ihnen, die ersten Maßnahmen selbst zu treffen und zeigt Ihnen Wege auf, die Schäden zu minimieren und die Kosten über ihre Versicherung zurückzuerhalten.

Was tun bei einem Wasserschaden?

Folgende Sofortmaßnahmen sollten Sie bei einem Wasserschaden treffen:

  1. Wichtig! Unterbrechen Sie schnellstmöglich die Stromversorgung zum Beispiel durch die Hauptsicherung. Sie sollten dringend überprüfen, ob auch die Stromversorgung ihres Objekts betroffen ist. Gab es einen Kurzschluss oder läuft noch Wasser durch die Stromversorgung? Achten Sie vor dem Betreten der betroffenen Bereiche darauf, dass die Stromversorgung unterbrochen ist und sie nicht stromführende Wasserbereiche betreten. Hier besteht Lebensgefahr.
  2. Wenn von außen immer noch Wasser in das Gebäude eindringt oder aus dem defekten Wasserrohr in das Gebäude läuft, sollten Sie sofort versuchen, einen weiteren Wassereintritt oder Wasseraustritt zu stoppen. Drehen Sie hierzu gegebenenfalls den Haupthahn ab. Diese befindet sich in der Regel in ihrem Hauswirtschaftsraum.
  3. Nun sollten Sie versuchen, das Wasser schnellstmöglich zu entfernen, um zu verhindern, dass Möbel weiteren Schaden nehmen oder die Wände bzw. der Fußboden das Wasser noch weiter aufsaugen. Um das Wasser zu entfernen benötigen Sie eine leistungsstarke Pumpe, die sie gegebenenfalls bei uns mieten können. Auch eine Anfrage bei der örtlichen Feuerwehr kann Ihnen hier weiterhelfen.
  4. Dokumentieren Sie den Wasserschaden und die Schäden bereits vom Beginn an durch Fotos oder Videos. Diese Dokumentation erleichtert im Anschluss die Schadensregulierung mit ihrer Versicherung.
  5. Melden Sie den Wasserschaden ihrer Versicherung. Während Wasserschäden durch geplatzte Wasserleitung in der Regel über eine Hausratversicherung abgesichert sind, kommt es bei Wasserschäden, die durch von außen eindringendes Wasser entstanden sind, darauf an, wie die Elementarschadenversicherung ihrer Gebäudeversicherung ausgestaltet ist. Ist der Schaden versichert, erhalten Sie oft bereits nach einem Telefonat mit ihrer Versicherungsgesellschaft eine Reparaturfreigabe. Denn auch Versicherungen wissen: je länger mit einer Schadensbeseitigung gewartet wird, desto höher ist in aller Regel der Schaden.
  6. Auch wenn sie keine sofortige Reparaturfreigabe erhalten gilt: es besteht eine Schadensminimierungspflicht. Dies bedeutet für Sie als Geschädigten, dass sie das Wasser schnellstmöglich entfernen müssen. Weiterhin sind sie in der Pflicht, ihr Inventar und ihre Möbel zu sichern. Hierzu ist es in der Regel notwendig, dass sie die betroffenen Räume komplett leerräumen. Viele Möbel sind nach einem Wasserschaden nicht mehr zu verwenden und müssen entsorgt werden. Sind wichtige Dokumente von den Wasser erfasst worden, sollte man diese in der Tiefkühltruhe einfrieren, um sie zu sichern.
  7. Bereits jetzt macht es Sinn, einen Bautrockner aufzustellen, um die Feuchtigkeitsbelastung nachhaltig zu senken und gegebenenfalls bereits eine Vortrocknung durchzuführen. Ein Kondenstrockner ist geeignet, einen Wasserschaden zu beseitigen, wenn dieser in einem Bereich aufgetreten ist, in dem Wände und Verbundestrich betroffen sind. Sind Bereiche betroffen, in denen eine Dämmschicht verbaut wurde, ist der zusätzliche Einsatz von Spezialgeräten zur Dämmschichttrocknung erforderlich. Dies ist in der Regel der Fall, wenn schwimmender Estrich verlegt wurde oder gedämmte Wände betroffen sind.
  8. Sollte eine Dämmschichttrocknung erforderlich werden, können Sie mit unseren Bautrocknern bereits eine Vortrocknung durchführen. Die Dämmschichttrocknung erfordert jetzt allerdings den Einsatz einer Spezialfirma für Wasserschadensanierung. Im norddeutschen Raum arbeiten wir hierzu mit leistungsstarken Nachunternehmern zusammen.
Schimmel nach Wasserschaden

Warum können Wasserschäden so gefährlich sein?

Mauerschaden durch Wasser

Je nach Quelle des Wasserschadens kann dieser auch über einen längeren Zeitraum unentdeckt bleiben. Ein Wasserschaden sollte zeitnah behoben werden, da sonst Schäden an der Bausubstanz und eine gesundheitliche Gefährdung der Bewohner der Immobilie drohen. Gerade bei über längeren Zeitraum einsickerndem Wasser besteht die Gefahr, dass das Mauerwerk versalzt oder Schimmel entsteht. Bevor oder während einer Wasserschadenssanierung sollte also immer auch die Ursache des Wasserschadens ermittelt und beseitigt werden.

Welche Versicherung tritt bei einem Wasserschaden ein?

Die häufigsten Schadensfälle in oder an Wohngebäuden in Deutschland sind Wasserschäden. Die Ursachen für diese Wasserschäden und auch deren Wirkung fallen sehr unterschiedlich aus. Vielfach wird der Wasserschaden durch ein geplatztes Heizungsrohr, ein beschädigtes Wasserrohr oder ein defektes Haushaltsgerät verursacht. In den letzten Jahren haben auch Wasserschäden durch lokale Starkregen-Ereignisse oder Hochwasser zugenommen. Ob eine Versicherung den Wasserschaden ersetzt, kommt immer auf die genauen Umstände und die Entstehungsweise des Wasserschadens an.

Überprüfen Sie, welche Versicherung für die Schadenregulierung zuständig ist (Checkliste)

 
Schaden durch: Welche Versicherung reguliert den Wasserschaden?
Eigenes Leitungswasser Hausratversicherung, Wohngebäudeversicherung
Fremdes Leitungswasser Privathaftpflichtversicherung des Verursachers
Abwasser Hausratversicherung, Wohngebäudeversicherung bei Schäden am Gebäude
Rückstau Elementarschadenversicherung
Hochwasser Elementarschadenversicherung
Starkregen Elementarschadenversicherung

 

Grundsätzlich gilt:

  • die Hausratversicherung des Bewohners ersetzt den Schaden an beweglichen Mobiliar
  • die Wohngebäudeversicherung des Eigentümers erstattet ein Wasserschaden an Gebäude oder Wohnung
  • hat ihr Nachbar den Wasserschaden verursacht, übernimmt in der Regel dessen Privathaftpflichtversicherung die Kosten

Was zahlt die Hausratversicherung beim Wasserschaden?

Wenn durch einen Wasserschaden Schäden am Mobiliar und anderen beweglichen Dinge in ihrer Wohnung oder Ihrem Haus entstehen, ersetzt die Hausratversicherung in der Regel die Schäden. Allerdings sind nicht alle Risiken abgedeckt. Damit die Hausratversicherung den Wasserschaden reguliert, muss der Schaden in direkten Zusammenhang mit folgenden Installation stehen:

  • Trink- und Abwasserrohre
  • Wasserleitungen Haus und Wohnung
  • angeschlossene Schläuche von Haushaltsgeräten
  • Heizungssysteme

Ein Wasserschaden ist immer dann durch die Hausratversicherung versichert, wenn Leitungswasser nicht bestimmungsgemäß ausgetreten ist. Der eigentliche Versicherungsfall für die Hausratversicherung bezieht sich aber nicht auf das Austreten des Wassers an sich, sondern auf Schäden an dem Hausrat am Ort des Wasserschadens. Der Versicherungsschutz besteht auch dann, wenn Leitungswasser von außen in die Wohnung eindringt und hierdurch ein Wasserschaden am Hausrat entsteht.

Wasserschäden, die nicht durch die Hausratversicherung abgedeckt sind:

  • Wasserschaden durch aufsteigendes Grundwasser
  • ein Rückstau in der Kanalisation verursacht ein Wasserschaden
  • auslaufendes Wasser aus einem Wasserbett oder Aquarium

Was zahlt die Wohngebäudeversicherung bei einem Wasserschaden?

Wird das Gebäude selbst einem Wasserschaden betroffen, deckt eine Wohngebäudeversicherung die kompletten Kosten für die Reparatur des Wasserschadens und die Instandsetzung ab. Dies gilt allerdings nur für Schäden, die durch einen Wasseraustritt aus Sanitär- und Heizungsanlagen entstanden sind.

Achten Sie darauf, dass sie vor einem mehrwöchigen Urlaub oder wenn sie längerfristig nicht in dem Objekt sind, dass sie den Hauptwasserhahn abdrehen und alle wasserführenden Anlagen entleeren. Bei einem Ferienhaus oder vor einer längeren Abwesenheit im Winter sollten Sie zudem die Heizung eingeschaltet lassen, um einen Frostschaden zu vermeiden.

Was zahlt die Privathaftpflichtversicherung bei einem Wasserschaden?

Bei einem Wasserschaden, den ihr Nachbar über ihnen verursacht hat, muss Ihnen dieser Nachbar Schadensersatz leisten. Die Privathaftpflichtversicherung ihres Nachbarn übernimmt in diesem Fall die Zahlung ihrer Kosten. Sollten Sie selbst der Verursacher des Wasserschadens und einer ihrer Nachbarn betroffen sein, beachten Sie bitte, dass ihre eigenen Schäden nicht die Haftpflichtversicherung ersetzt werden. In jedem Fall sollten Sie darüber nachdenken, sich selbst durch eine Privathaftpflichtversicherung abzusichern.

Was zahlt eine Elementarschadenversicherung bei einem Wasserschaden?

Auch durch ein Naturereignis kann ein Wasserschaden entstehen. In den letzten Jahren haben Wasserschäden durch Hochwasser und unwetterartige Regenfälle erheblich zugenommen. Führt eine Überschwemmung oder ein starker Regen dazu, dass der Keller voller Wasser läuft, zahlt diesen Wasserschaden weder ihre Gebäudeversicherung noch Ihre Hausratversicherung. In einem derartig extremen Schadensfall ist eine zusätzliche Versicherung in Form einer Elementarschadenversicherung notwendig. Die meisten Wohngebäude sind im Standard gegen Elementarschäden wie Feuer, Blitzschlag und Sturm versichert. Einen Wasserschaden muss man in der Regel als zusätzliche Option absichern. Aus unserer Sicht ist der Abschluss einer Elementarschadenversicherung auch gegen Wasserschäden absolut sinnvoll. Dies gilt insbesondere, wenn ihr Haus über einen Kellerraum oder eine tiefliegende Garage verfügt.

Mit einer Elementarschadenversicherung lassen sich Wasserschäden durch folgende Naturereignisse absichern:

  • Überschwemmung
  • Erdbeben
  • Schneedruck und Lawinen
  • Erdrutsch
  • Rückstau
  • Starkregen

 

Als Zusatz zur Hausrat- und Wohngebäudeversicherung macht eine Elementarschadenversicherung zur Absicherung eines Wasserschadens auf jeden Fall Sinn.

Tipps bei einem Wasserschaden