So funktionieren Bautrockner (Luftentfeuchter)

von Marco Treimer (Kommentare: 0)

Das Funktionsprinzip von Bautrocknern (Luftentfeuchtern)

Bautrockner (hier sind oft Kondensationstrockner gemeint) nutzen in der Regel das Prinzip der Kondensationstrocknung. Hierbei handelt es sich um ein Luftentfeuchtungsverfahren, bei dem die als zu hoch bestimmte Luftfeuchtigkeit technisch gesenkt wird. Hierzu wird das Prinzip der Tauwasserbildung an kalten Oberflächen genutzt. Dieses physikalische Prinzip können sie im Winter z.B. an kalten Fensterscheiben sehen: die Luftfeuchtigkeit kondensiert an dem kältesten Punkt in dem Raum. Durch den Einsatz eines Bautrockners werden die Kühlrippen in diesem Gerät zum kältesten Punkt.

Die feuchte Umgebungsluft wird durch einen Ventilator an Kühlrippen im Inneren des Bautrockners vorbeigeführt. Die Temperatur der Kühlrippen wird durch einen Klimakompressor, der elektrisch betrieben wird, unter den Taupunkt der Luft gesenkt.

Nun sammelt sich Kondenswasser an den Kühlrippen und läuft in dem Gerät in einen Sammelbehälter. Die Funktionsweise ähnelt also einem Wäschetrockner. Die abgekühlte Luft wird durch die Geräteabwärme gleich wieder erwärmt und als trockene und warme Luft wieder in den Raum abgegeben. Durch die Entfeuchtung der Luft wird zudem physikalisch Wärmeenergie frei, die ebenfalls in den Raum abgegeben wird.

Die Entzugsleistung (maximaler Wasserentzug aus der Luft in Litern / 24h) der Geräte bestimmt sich durch die Menge der Kühlrippen bzw. der Gesamtfläche der Kühlrippen.

Einfache Luftentfeuchter, die teilweise schon für 100-150 Euro zu kaufen sind, eignen sich jedoch nicht zur Entfeuchtung größerer Räume oder bei hoher erforderlicher Entzugsleistung. Zur Neubautrocknung sollte zwingend auf professionelle Bautrockner zurückgegriffen warden.

Die Vorteile von professionellen Bautrocknern (Luftentfeuchtern):

  • langsame und kontinuierliche Entfeuchtung der Räume, keine schlagartige Absenkung der Luftfeuchtigkeit. Bei schlagartiger Absenkung der Luftfeuchtigkeit besteht eine Gefahr für die Bausubstanz.
  • geringer technischer Aufwand, da die Geräte ohne Fachwissen einfach zu bedienen sind.
  • hohe Effizienz bei verhältnismäßig geringem Energieverbrauch (hier sollten Sie sich unbedingt unsere Bautrockner der Marke Aerial anschauen, die zu den effizientesten Bautrocknern auf dem Markt gehören – ein echter Mehrwert, der durchaus mehrere Euro Strom pro Tag einsparen kann).

Zu beachten ist, dass die Bautrockner bei Temperaturen von unter 10° C nicht mehr sinnvoll arbeiten.

Im Alltagsbetrieb hat sich für uns eine Temperatur von 20-25 °C als ideal vom Kosten- / Nutzenfaktor erwiesen. Die Mindesttemperatur sollte auf jeden Fall 15 Grad betragen.

Im Winter ist also zusätzlich der Betrieb der Heizung oder, falls diese im Neubau noch nicht betriebsbereit ist, eines elektrischen Heizgerätes absolut empfehlenswert, um die Effizienz der Bautrocknung zu steigern.

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